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  Berichte: Bugatti EB 16.4 Supersportwagen des Volkswagen Konzern
Geschrieben am Freitag, 19.August. @ 19:51:28 CEST von baerenmatten
 
 
  News, Berichte rund ums Auto daniel schreibt "

Auf dem Autosalon 2001 in Genf wurde offiziell verkündet, dass der Supersportwagen Bugatti EB 16.4 Veyron ab dem Jahr 2003 gebaut werden wird. Seit Jahren schon wird der Supersportwagen mit dem 1001 PS starken 16-Zylindermotor auf Messen ausgestellt. Bugatti Veyron FrontDoch die Auslieferung des 1,2 Million Euro teuren Boliden wurde immer wieder verschoben, eine öffentliche Fahrvorstellung kurzfristig abgesagt. Mal gab es technische Probleme, mal haperte es an der Aerodynamik und der Fahrstabilität bei Erreichen der angepeilten Höchstgeschwindigkeit von 406 km/h. Am Ende stieg Bugatti-Chef Karl-Heinz Neumann aus und verabschiedete sich in den Ruhestand. Nun ist es wieder mal soweit die unendliche Geschichte wird fortgesetzt: Der Bugatti EB 16.4 Veyron soll nun doch auf den Markt kommen.



Im Herbst startet Volkswagen den Verkauf seines Luxuswagens Bugatti EB 16.4 Veyron. Der Renner für Millionäre dürfte der exklusivste Flitzer der Welt sein. Der Bugatti Veyron wird der schnellste und exklusivste Sportwagen, der je über eine Autobahn gefahren ist.Bugatti Veyron Drive Ab Herbst soll es so weit sein, in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren wird das teuerste Serienauto der Welt an PS-begeisterte Milliardäre geliefert. Unter der noch von Ex-VW-Designchef Hartmut Warkuss "wunderschön geformten Karosserie" (Bscher) steckt immer noch der acht Liter große W16-Zylinder, der es mit vier Turboladern auf 1001 PS (736 kW) Leistung, ein Drehmoment von 1250 Newtonmeter und ein Spitzentempo über 400 km/h bringen soll. "Wir tasten uns Schritt für Schritt voran", sagt Schreiber, der es persönlich inzwischen bis auf 375 km/h gebracht hat - auch schon mal auf hiesigen Autobahnen. "Wenn Sie bei Tempo 200 aufs Gas treten, bleiben die Autos neben Ihnen, die ebenso schnell fahren, einfach stehen", beschreibt er sichtlich beeindruckt das Leistungsvermögen.

Michelin Reifen VeyronDas Monocoque, die einteilige Karosserie aus Carbon, baut der italienische Chassi-Spezialist Dallara, das technische Innenleben des Spitzensportlers wird vom VW-Stammwerk in Wolfsburg geliefert, in Molsheim im Elsass erfolgt die Endmontage. Und damit bei den Scheichs und allen anderen Kunden auch echtes Fahrvergnügen aufkommt, mussten für das neueste Modell der wiederbelebten Sportwagenmarke spezielle Reifen entwickelt werden. Die baut der französische Hersteller Michelin, der als Lieferant für die meisten Formel-1-Teams Erfahrungen mit hohen Geschwindigkeiten hat.

Bei einer angepeilten Spitzengeschwindigkeit von 406 km/h muss der Reifen tatsächlich Kräfte wegstecken, die sonst nur bei Formel-1-Rennen auftreten. Gleichzeitig aber müssen die Bugatti-Reifen straßentauglich sein. Ein vertrackter Kompromiss, den die Pneu-Ingenieure in fast fünfjähriger Entwicklungszeit zu bewältigen hatten.

Die Carbon-Keramik-Bremsanlage besteht laut Bugatti-Pressetext aus zum Teil einzigartigen Komponenten. Mit ihr sollen Verzögerungswerte möglich sein, die sonst kein anderes Serienmodell bietet. Garant dafür ist allein schon die schiere Dimensionierung: Die Carbon-Scheibenbremsen weisen vorne 400 und hinten 380 Millimeter Durchmesser auf. Jede Scheibe wird von einem Acht-Kolben-Monoblock-Bremssattel in die Zange genommen. Dessen Kolben bestehen aus Titan und verfügen über eine Edelstahlkrone sowie eine keramische Wärmeabschirmung. Die Kühlluftkanäle in den Scheiben verlaufen zudem nicht gradlinig, sondern zeigen eine turbinenartige Struktur, um während der Fahrt selbsttätig Kühlluft ansaugen zu können.

Bugatti Veyron SpoilerUm die Bremsen mit zusätzlicher Kühlluft zu versorgen, wurde außerdem eine Staudruckkühlung eingebaut. Ein spezieller Ansaugkanal an der Fahrzeugfront leitet dabei Luft an die Vorderbremsen. Um eine besonders große Luftmenge vorbeizuleiten, verfügt diese über einen Leitkanal, der sich schraubenförmig verjüngt und damit einen sehr großen Durchsatz auf engstem Raum ermöglichen soll. Mit einem Drall wird die Luft so durch das Scheibeninnere gejagt und kühlt dabei zusätzlich Sattel und Beläge. Damit sollen die Bremsen selbst bei höchster Beanspruchung ohne Fading souverän zupacken und im Rennstreckeneinsatz hohe Rundenzeiten ermöglichen. Im normalen Straßenverkehr sind derart hochgerüstete Bremsen selbst bei ambitionierter Fahrweise kaum nötig.

Bugatti Veyron MotorNeben den eigentlichen Bremsen unterstützt außerdem der Heckflügel zusätzlich die Bremsleistung. Oberhalb von 200 km/h wird dieser innerhalb von 0,4 Sekunden auf 70 Grad angestellt. Diese Zusatzfunktion wurde von Bugatti Airbrake getauft, was sich ganz profan mit dem Wort Luftbremse übersetzen lässt. Mit dieser Airbrake soll zum einen der Luftwiderstand wachsen und sich zudem der Hinterachsabtrieb verringern. Letzteres verbessert die Bremsleistung zwischen Vorder- und Hinterachse. Das schließlich auch die elektronischen Helfer ABS und ESP auf das enorme Leistungspotenzial des Veyron abgestimmt wurden, versteht sich fast von selbst.

Wer tatsächlich den Kavalierstart probt oder eine Vollbremsung hinlegt, muss hinterher allerdings einen Boxenstopp einlegen: Dann ist nämlich ein neuer Satz Reifen fällig. Und der kann bis zu 4000 Euro kosten, genaue Preise stehen noch nicht fest.

Wir sind gespannt ob der schnellste Strassen Sportwagen wirklich in Serie geht.

Bugatti Veyron cockpit

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